Mullivaikkal – Höhepunkt des tamilischen Massakers

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Tamilen tragen eine Geschichte mit sich, welches überfüllt ist von brutalen und blutigen Ereignissen, jedoch kein Geschehen war, auch nur annähernd so grausam, wie das Mullivaikkal Massaker.

Durch den brutalen Genozid des srilankischen Militärs, im Mai 2009 wurde das einst traumhafte Küstengebiet zum Schauplatz des schrecklichsten Ereignis. Der Konflikt zwischen den Tamilen und der srilankischen Regierung, der schon über 70 Jahre andauert, erreichte im Mai 2009 den Höhepunkt und führte dazu den Glauben an die Menschheit zu verlieren.

Seit der Unabhängigkeit Sri Lankas im Jahre 1948 werden die Tamilen unterdrückt und systematisch getötet, doch im Jahr 2009 erreichte die Militäroffensive der srilankischen Regierung die höchste Brutalität und Gnadenlosigkeit gegen die Tamilen. Die komplette Auslöschung des tamilischen Volkes ohne jegliche Rücksicht, war das einzige Ziel, welches die srilankische Regierung durch ihr Handeln erzielen wollte.

Die Regierung wollte dieses Ziel realisieren und fürchtete sich vor keinen inhumanitären Massnahmen. Während der Endphase des Krieges wurden drei sogenannte «No-Fire»-Zonen errichtet, in denen den Zivilisten Sicherheit versprochen wurde. Mullivaikkal gehörte zu einer dieser Einrichtungen. Auch wenn die Menschen von der Regierung zu vernichten bedroht waren, hatten sie keine andere Möglichkeit als in dieser Zone Sicherheit und Schutz zu suchen. Durch Bombardierungen und Schiessereien wurde Mullivaikkal von unzähligen Zivilisten aufgesucht. Die Armee wurde von der Regierung, so stationiert, dass es für die Menschen keinen anderen Weg gab, als zu den östlichen Küstengebieten zu fliehen. Ohne jegliche Zögerungen schoss das Militär die Zivilisten nieder.

An diesem spezifischen Tag wurden, laut dem UN Bericht, bis zu 70’000 Menschen ermordet. Um die 146’680 Menschen gelten, nach Angaben von Mannar Dr. Joseph Rajappu, als vermisst.

Sowohl für die srilankische Regierung, als auch für die gesamte Welt endete 18.Mai.2009 der Bürgerkrieg in Sri Lanka, doch der Leidensweg der Tamilen scheint kein Ende zu finden. Auch wenn die Lange in Sri Lanka relativ ruhig erschein, trügt dieser Schein massgeblich. Von verschiedenen regierungstreuen Gruppen und srilankischen Soldaten werden die Tamilen bis heute noch entführt, gefoltert und ermordert. Wichtiger Bestandteil des täglichen Ablauf der Tamilen sind heutzutage Vergewaltigungen und Landenteignungen. Unzählige Familien suchen noch immer vergeblich nach ihren Angehörigen, und  beenden ihre verzweifelte Suche nach Lebenszeichen ihrer Liebsten, durch neu gefundenen Massengräber. Nur die Regime weiss Bescheid, wie viele Tamilen als politische Gefangene gehalten werden oder sich in Internierungslagern befinden.

Die genozidale Aktivität war der internationalen Gemeinschaft bewusst, doch keiner setzte sich dafür ein, diese Angriffe auf unschuldige Zivilisten, sofort zu beenden. Daher ist es ein grosses Anliegen, dass die internationale Gemeinschaft, auf die hoffnungslose Lage der Tamilen aufmerksam gemacht wird. So ist es unsere Aufgabe eine internationale unabhängige Untersuchung einzufordern. Damit ermöglichen wir den Tamilen in der Zukunft ein sicheres Leben in Sri Lanka.

Nun sind neun Jahre nach diesem Genozid vergangen und wir sind immer noch auf dem Weg die Gerechtigkeit für die Tamilen zu finden. Lasst uns gemeinsam unsere Stimmen dafür erheben.

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